Ein elektrischer Durchlauferhitzer erwärmt Poolwasser direkt mit Strom. Die Anschaffung ist günstig (200–800 €, Stand: April 2026), dafür sind die Betriebskosten hoch: 80–200 €/Monat bei 0,37 €/kWh (Stand: Januar 2026). Für einen 20.000-l-Pool dauert die Aufheizung von 15 auf 28 °C etwa 12–24 Stunden.
Auf einen Blick
Anschaffung
200–800 €
Betrieb/Monat
80–200 €
Aufheizzeit*
12–24 Stunden (20.000 l, 15 → 28 °C)
*20.000 l von 15 auf 28 °C. Unverbindliche Richtwerte, Stand: März 2026.
Wie funktioniert ein Pool-Durchlauferhitzer?
Das Poolwasser fließt durch ein Gehäuse mit elektrischen Heizelementen. Die Heizspirale erwärmt das Wasser direkt – ohne Umwege über Kältemittel oder Absorber. Der COP liegt bei 1,0: aus 1 kWh Strom wird genau 1 kWh Wärme. Kein Energiegewinn wie bei der Wärmepumpe.
Gängige Leistungsstufen: 3 kW (230 V, kleine Pools bis 10.000 l), 6–9 kW (400 V, mittlere Pools) und 12–18 kW (400 V, große Pools). Je höher die Leistung, desto schneller heizt das Gerät auf – aber desto höher ist auch der Stromverbrauch.
Stromkosten konkret berechnet
20.000 l Pool von 15 auf 28 °C aufheizen: benötigte Energie rund 300 kWh. Bei 0,37 €/kWh (Stand: Januar 2026) kostet jede Aufheizung 111 €. Zum Vergleich: eine Wärmepumpe braucht für dieselbe Leistung 60 kWh Strom – Kosten 22 €.
Temperatur halten: ein abgedeckter Pool verliert 3–5 kWh/Tag, ein offener 8–15 kWh/Tag. Monatliche Stromkosten: 35–170 € nur fürs Nachheizen. Zusammen mit der Erstaufheizung bist du bei 80–200 €/Monat. Über eine Saison (Mai–September) summiert sich das auf 400–1.000 €.
Wann lohnt sich ein Durchlauferhitzer?
Bei kleinen Pools bis 10.000 l und kurzer Badesaison. Wer nur 6–8 Wochen im Hochsommer badet und einen Aufstellpool hat, gibt weniger aus als für eine Wärmepumpe. Ab 15.000 l Poolvolumen oder einer Saison von 4+ Monaten ist die Wärmepumpe trotz höherer Anschaffung günstiger.
Auch als Ergänzung zur Solarheizung kann ein kleiner Durchlauferhitzer sinnvoll sein: Solarabsorber für sonnige Tage, E-Heizer für trübe Phasen. So bleibst du unter 1.500 € Gesamtinvestition und hast trotzdem Planungssicherheit.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- +Günstige Anschaffung
- +Kompakte Bauform, wenig Platzbedarf
- +Wetterunabhängig und geräuschlos
- +Präzise Temperaturregelung
- +Einfache Installation im Filterkreislauf
Nachteile
- –Höchste Betriebskosten aller Heizmethoden
- –Hoher Stromverbrauch (COP 1,0)
- –Ab 6 kW ist ein 400-V-Anschluss nötig
- –Unwirtschaftlich für große Pools
Weiterführend
Häufige Fragen
Wie viel Strom verbraucht eine elektrische Poolheizung?
Für 20.000 l von 15 auf 28 °C: rund 300 kWh. Monatlicher Verbrauch zum Temperaturhalten: 90–450 kWh je nach Abdeckung und Wetter. Bei 0,37 €/kWh (Stand: Januar 2026) sind das 35–170 €/Monat.
Reicht eine normale Steckdose für den Durchlauferhitzer?
Nur bei Geräten bis 3 kW. Ab 6 kW brauchst du einen 400-V-Anschluss, den ein Elektriker installieren muss. Ein FI-Schutzschalter ist in jedem Fall Pflicht.
Warum ist die Wärmepumpe effizienter als der Durchlauferhitzer?
Die Wärmepumpe nutzt Umgebungswärme und hat einen COP von 4–6. Pro 1 kWh Strom liefert sie 4–6 kWh Wärme. Der Durchlauferhitzer wandelt Strom 1:1 in Wärme um (COP 1,0). Bei gleicher Heizleistung braucht die Wärmepumpe 4–6 Mal weniger Strom.