Ein Pool braucht regelmäßige Pflege – sonst kippt das Wasser. Die 3 Säulen: Wasserchemie prüfen, Filter warten, Boden und Wände reinigen. 15–20 Minuten pro Woche reichen.
Wasserchemie: pH-Wert und Desinfektion
Der pH-Wert bestimmt, ob die Desinfektion funktioniert. Zielbereich: 7,0–7,4 (Pools liegen etwas niedriger als Whirlpools mit 7,2–7,6). Ist der pH zu hoch, wirkt Chlor nur noch zu 20–30 %. Teststreifen (5-in-1) oder digitale Tester messen pH, Chlor, Alkalinität, Härte und Cyanursäure in 30 Sekunden.
Chlor ist das Standarddesinfektionsmittel für Pools. Zielwert: 0,5–1,5 mg/l freies Chlor (niedriger als im Whirlpool, weil die Wassertemperatur geringer ist). Chlortabletten (200 g) im Dosierschwimmer lösen sich langsam auf und halten den Chlorpegel über mehrere Tage. Granulat eignet sich für die Stoßchlorung nach Regenfällen oder hoher Nutzung.
Filteranlage warten
Kartuschenfilter: alle 1–2 Wochen unter fließendem Wasser abspülen, alle 4–8 Wochen austauschen. Bei Aufstellpools Standard – günstig (5–15 € pro Kartusche), aber bei großen Pools oft unterdimensioniert.
Sandfilteranlagen: Rückspülung alle 1–2 Wochen (Ventil auf »Backwash« stellen, 2–3 Minuten laufen lassen). Sand alle 3–5 Jahre austauschen (25 kg kosten 10–20 €). Sandfilter arbeiten effizienter als Kartuschenfilter und sind ab 20 m³ Poolvolumen die bessere Wahl.
Die Filterlaufzeit richtet sich nach dem Poolvolumen: Das gesamte Wasservolumen sollte 2-Mal pro Tag umgewälzt werden. Beispiel: 20 m³ Pool, Pumpe mit 4 m³/h Durchsatz → 10 Stunden Filterlaufzeit pro Tag. In der Praxis teilt man die Laufzeit auf 2 Blöcke auf (morgens und abends).
Boden, Wände und Oberfläche
Bodensauger oder Poolroboter entfernen Sediment, Sand und Algenansätze vom Boden. Manuelle Bodensauger (30–80 €) reichen für kleine Aufstellpools. Automatische Poolroboter (150–1.500 €) sparen Zeit und reinigen auch die Wände.
Kescher für die Wasseroberfläche: Blätter, Insekten und Pollen täglich abfischen. Ein Skimmer-Korb fängt groben Schmutz automatisch auf. Wasserrandpflege: den Fettrand an der Wasserlinie alle 2 Wochen mit einem Schwamm und mildem Reiniger abwischen – Sonnencreme und Körperfett setzen sich dort ab.
Häufige Fragen
Wie oft muss man den Pool reinigen?
Wasserchemie: 2–3 Mal pro Woche testen und korrigieren. Skimmer-Korb: täglich leeren. Bodensauger oder Roboter: 1–2 Mal pro Woche. Filterreinigung: alle 1–2 Wochen. Wasserwechsel bei Aufstellpools: alle 4–8 Wochen. Bei Einbaupools reicht 1 Mal pro Saison.
Was tun bei grünem Poolwasser?
Grünes Wasser bedeutet Algenbefall. Sofortmaßnahme: Stoßchlorung mit 10-facher Normaldosis Chlorgranulat. pH-Wert vorher auf 7,0–7,2 senken (damit das Chlor optimal wirkt). Filter 24 Stunden durchlaufen lassen. Nach 12–24 Stunden abgestorbene Algen mit Bodensauger absaugen. Danach Flockungsmittel zugeben, um Trübungen zu beseitigen.
Chlor oder Salz – was ist besser für den Pool?
Beide Methoden desinfizieren mit Chlor – der Unterschied ist die Erzeugung. Salzwassersysteme produzieren Chlor aus Kochsalz per Elektrolyse. Vorteil: kein manuelles Nachdosieren, weicheres Wasser, weniger Chlorgeruch. Nachteil: höhere Anschaffung (150–500 €) und Salzverbrauch (20–40 € pro Saison). Für Pools ab 15 m³ mit regelmäßiger Nutzung lohnt sich ein Salzwassersystem.