Die Einwinterung schützt den Pool vor Frostschäden und erspart teure Reparaturen im Frühjahr. Aufstellpools und Einbaupools brauchen unterschiedliche Maßnahmen.
Aufstellpool einwintern
Aufstellpools (Frame, Ringpool) werden im Herbst komplett abgebaut. Der Ablauf: Wasser ablassen, Poolfolie mit mildem Reiniger abwischen, gründlich trocknen lassen (mindestens 24 Stunden offen bei trockenem Wetter). Die Folie locker zusammenlegen – nie knicken, das erzeugt Bruchstellen im PVC.
Filterpumpe und Schläuche demontieren, Restwasser vollständig entfernen und trocken lagern. Lagern an einem frostfreien, trockenen Ort: Garage, Keller oder Gartenhütte. Direkte Sonneneinstrahlung bei der Lagerung vermeiden – UV beschleunigt die Alterung der Folie.
Einbaupool überwintern
Einbaupools bleiben gefüllt. Das Wasser schützt die Poolwand vor Erddruck und Frostbewegungen. Den Wasserstand auf 10–15 cm unter die Einlaufdüsen senken. Leitungen, Pumpe und Filter entleeren – Restwasser mit Druckluft (1–2 bar) ausblasen. In jede Leitung etwas Frostschutzmittel auf Propylenglykol-Basis geben.
Das Poolwasser mit einem Überwinterungsmittel (z. B. BAYROL Puripool) behandeln. Es verhindert Algenwachstum und Kalkablagerungen über den Winter. Danach den pH-Wert auf 7,0–7,4 einstellen. Eine Winterabdeckung oder Sicherheitsabdeckung auflegen – sie hält Laub und Schmutz draußen und schützt vor Unfällen.
Eisdruckpolster in den Pool legen: Sie fangen den Druck von Eisbildung ab und schützen die Poolwand. Bei einem Rundpool 3–5 Polster, bei einem Ovalpool 5–8 Stück. Kosten: 5–10 € pro Polster.
Zeitpunkt und typische Fehler
Einwintern, sobald die Wassertemperatur dauerhaft unter 15 °C fällt – in den meisten Regionen Mitte Oktober bis Anfang November. Zu frühes Einwintern verschenkt Badetage. Zu spätes Einwintern riskiert den ersten Nachtfrost, der Leitungen und Pumpen beschädigen kann.
Die 3 häufigsten Fehler: 1. Restwasser in den Leitungen vergessen – bei Frost platzen Rohre und Pumpenkörper. 2. Winterabdeckung nicht fixiert – Wind drückt sie ins Wasser, Laub und Regenwasser sammeln sich. 3. Aufstellpool-Folie nass eingelagert – Schimmel und Stockflecken zerstören das Material innerhalb einer Saison.
Häufige Fragen
Muss man das Wasser im Einbaupool über den Winter ablassen?
Nein. Das Wasser bleibt drin und schützt die Poolwand vor Erddruck. Den Wasserstand auf 10–15 cm unter die Einlaufdüsen senken, Leitungen entleeren und Winterchemie zugeben. Nur Aufstellpools werden komplett entleert und abgebaut.
Was kostet die Einwinterung eines Pools?
Material: 30–80 € (Überwinterungsmittel, Eisdruckpolster, Frostschutz für Leitungen). Eine Winterabdeckplane kostet 50–300 € je nach Poolgröße und Qualität. Wer einen Fachbetrieb beauftragt, zahlt 150–400 € für die Einwinterung.
Wann sollte man den Pool winterfest machen?
Wenn die Wassertemperatur dauerhaft unter 15 °C fällt. In Norddeutschland typischerweise Mitte Oktober, in Süddeutschland Ende Oktober bis Anfang November. Vor dem ersten Nachtfrost müssen Leitungen und Pumpe entleert sein.