Die Poolpumpe bewegt das Wasser durch Filter, Heizung und Reinigungsanlage. Ohne Pumpe kein sauberes Wasser. Einfache Modelle kosten ab 60 €, energieeffiziente Pumpen mit variabler Drehzahl ab 300 €.
Auf einen Blick
Preisbereich
60–800 € (Stand: März 2026)
Unverbindliche Richtwerte, Stand: März 2026.
Förderleistung richtig berechnen
Ziel: das gesamte Poolwasser soll in 4–6 Stunden 1 Mal umgewälzt werden. Formel: Wasservolumen (m³) geteilt durch gewünschte Umwälzzeit (Stunden) ergibt die nötige Förderleistung (m³/h). Ein 30 m³ Pool braucht also 5–7,5 m³/h.
Wichtig: die Angabe auf der Pumpe (z. B. »8 m³/h«) gilt ohne Gegendruck. Mit Sandfilter, Rohrleitungen und Höhenunterschied sinkt die tatsächliche Förderleistung um 20–40 %. Kalkuliere großzügig.
Variable Drehzahl spart bares Geld
Eingeschwindigkeitspumpen laufen permanent auf voller Leistung – auch wenn der Pool gerade nicht genutzt wird. Eine Pumpe mit variabler Drehzahl (auch Inverter-Pumpe) passt die Leistung stufenlos an. Auf halber Drehzahl sinkt der Stromverbrauch auf rund 1/8 der Maximalleistung.
Rechenbeispiel: eine 0,75 kW Pumpe läuft 8 Stunden am Tag. Verbrauch: 6 kWh = 2,22 € pro Tag (bei 0,37 €/kWh, Stand: Januar 2026). Eine variable Pumpe auf halber Drehzahl braucht nur ~0,75 kWh für 8 Stunden – das sind 0,28 € pro Tag. Ersparnis: rund 60 € pro Monat.
Einbau und häufige Fehler
Die Pumpe steht im Technikraum oder -schacht, möglichst nah am Pool und unterhalb des Wasserspiegels. Jeder Meter Höhenunterschied und jeder Rohrbogen kosten Förderleistung. Vermeide Verengungen in der Saugleitung – sie erzeugen Luftblasen und Kavitation.
Häufiger Fehler: zu große Pumpe kaufen. Eine überdimensionierte Pumpe drückt zu viel Wasser durch den Filterkessel. Das Filterbett wird aufgewirbelt, die Filterleistung sinkt. Die Pumpe muss zum Filterkessel passen – die Hersteller geben maximale Durchflussraten an. Selbstansaugende Varianten (z. B. BADU Prime, Speck) dürfen oberhalb des Wasserspiegels stehen, normalsaugende Pumpen nicht.
Inverter-Pumpe vs. einstufige Pumpe: ab wann lohnt der Aufpreis?
Rechenbeispiel für einen 30 m³ Einbaupool, 5 Monate Saison, 8 Stunden Laufzeit pro Tag. Einstufige Pumpe mit 0,75 kW: Verbrauch 6 kWh pro Tag, bei 0,37 €/kWh (BDEW, Januar 2026) sind das 2,22 € täglich, 333 € pro Saison.
Inverter-Pumpe (BADU Eco, Aquagem InverPro, Astral Victoria Plus Silent) mit Frequenzumformer läuft 12 Stunden auf reduzierter Drehzahl. Verbrauch rund 1,5 kWh pro Tag, also 0,56 € täglich und 84 € pro Saison. Ersparnis: rund 249 € pro Saison.
Der Mehrpreis liegt bei 300–500 € gegenüber einer einstufigen Pumpe vergleichbarer Leistung (Stand: April 2026). Amortisation: 1,2–2 Saisons. Wer weniger als 4 Monate pro Jahr filtert, sollte nachrechnen – bei Kurzbetrieb verschiebt sich der Break-Even auf 3 Jahre oder mehr.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- +Variable Drehzahlpumpen sparen bis zu 70 % Strom gegenüber Eingeschwindigkeitspumpen
- +Selbstansaugende Modelle starten auch bei leerem Vorfilter
- +Großer Vorfilterkorb reduziert Wartungsaufwand
- +Leise Modelle ab 45 dB erhältlich
Nachteile
- –Günstige Pumpen verbrauchen viel Strom (0,75–1,5 kW)
- –Falsche Dimensionierung führt zu schlechter Filterung oder hohen Kosten
- –Eingeschwindigkeitspumpen laufen immer auf voller Leistung
- –Winterfest machen nötig (Wasser ablassen, frostfrei lagern)
Weiterführend
Häufige Fragen
Wie viele Stunden am Tag soll die Poolpumpe laufen?
Faustregel: das Poolvolumen 2-mal täglich umwälzen. Bei den meisten Pools sind das 6–10 Stunden pro Tag, aufgeteilt in 2 Blöcke (morgens und nachmittags). Inverter-Pumpen laufen länger auf niedriger Drehzahl und verbrauchen dabei weniger.
Was kostet eine Poolpumpe pro Stunde?
Bei 0,37 €/kWh (BDEW, Januar 2026): eine 0,75 kW Pumpe kostet rund 0,28 € pro Stunde. Eine 1,5 kW Pumpe (großer Einbaupool) liegt bei 0,56 € pro Stunde. Inverter-Pumpen auf halber Drehzahl: 0,05–0,10 € pro Stunde.
Kann man eine Poolpumpe mit Solar betreiben?
Ja, es gibt 12- und 24-Volt-Solarpumpen mit integriertem Akku oder Direktanschluss an ein Modul. Die Förderleistung liegt meist unter 5 m³/h, was nur für Aufstellpools bis 15 m³ reicht. Für größere Pools bleibt netzbetriebener Inverter-Betrieb die effizientere Lösung.
Warum baut meine Poolpumpe keinen Druck auf?
Häufigste Ursachen: Luft im System (undichte Saugseite, leerer Vorfilter), verstopfter Skimmer oder Vorfilterkorb, verschlissene Gleitringdichtung. Prüfe zuerst den Vorfilterdeckel (O-Ring fetten) und ob der Wasserstand über dem Skimmer liegt.
Lohnt sich eine variable Drehzahlpumpe?
Ja, bei täglichem Betrieb über 5 Monate pro Jahr. Die Stromersparnis amortisiert den Mehrpreis (300–500 €) in 1–2 Saisons.
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