Eine Sandfilteranlage filtert Schmutzpartikel ab 20–40 Mikrometer aus dem Poolwasser. Der Filterkessel wird mit Quarzsand gefüllt und hält bei richtiger Pflege 8–12 Jahre. Anlagen für Aufstellpools gibt es ab 80 €, für Einbaupools ab 200 €.
Auf einen Blick
Preisbereich
80–600 € (Stand: März 2026)
Unverbindliche Richtwerte, Stand: März 2026.
So funktioniert eine Sandfilteranlage
Die Poolpumpe drückt Wasser durch den Filterkessel. Im Kessel liegt Quarzsand (Körnung 0,4–0,8 mm), der Schmutzpartikel zurückhält. Das gefilterte Wasser fließt zurück in den Pool. Je feiner die Sandkörnung, desto besser die Filterleistung – aber auch der Druckverlust steigt.
Wenn der Manometer-Druck um 0,3–0,5 bar über den Startwert steigt, ist eine Rückspülung fällig. Dabei wird die Fließrichtung umgekehrt: Wasser fließt von unten durch den Sand und spült den Schmutz in den Abfluss. Dauer: 2–3 Minuten.
Welche Größe für welchen Pool?
Faustregel: das gesamte Poolwasser sollte innerhalb von 4–6 Stunden 1 Mal komplett umgewälzt werden. Ein Pool mit 20 m³ Wasserinhalt braucht also eine Pumpe mit mindestens 4 m³/h Förderleistung. Der Filterkessel muss zur Pumpenleistung passen – zu kleiner Kessel bedeutet zu hoher Druck und schlechte Filterung.
Für Aufstellpools bis 20 m³: Kessel mit 25–30 cm Durchmesser, 15 kg Sand. Für Einbaupools 20–50 m³: Kessel mit 40–50 cm, 25–50 kg Sand. Für große Pools ab 50 m³: Kessel ab 60 cm mit 75–100 kg Sand.
Sandwechsel und laufende Kosten
Quarzsand alle 2–4 Jahre wechseln. 25 kg Filtersand kosten 8–15 €. Für einen mittelgroßen Kessel (40 cm) brauchst du 50 kg – also 16–30 € alle paar Jahre. Alternativ: Filterglas (AFM, Dryden Aqua) hält 5–8 Jahre, filtert feiner (15–20 Mikrometer) und kostet 20–30 € pro 25 kg.
Stromkosten konkret gerechnet: eine 0,45 kW Filterpumpe läuft 8 Stunden täglich. Verbrauch 3,6 kWh pro Tag, bei 0,37 €/kWh (BDEW, Januar 2026) sind das 1,33 € täglich oder rund 40 € im Monat während der Badesaison (Mai–September). Über 5 Monate Saison summiert das auf rund 200 € Strom. Wer auf Filterbälle wechselt, spart nichts am Strom – die Umwälzleistung bleibt gleich.
Filtermedium: Quarzsand, Filterglas oder Filterbälle
Quarzsand (Körnung 0,4–0,8 mm) ist das Standard-Filtermedium. Er filtert Partikel ab 20–40 Mikrometer, kostet wenig (8–15 € pro 25 kg) und hält 2–3 Jahre. Nachteil: schwer, ein 50-kg-Sack Sand will erst einmal getragen und in den Kessel geschaufelt sein.
Filterglas (z. B. AFM von Dryden Aqua) filtert feiner bis 15 Mikrometer, verhindert Kanalbildung im Filterbett und hält 5 Jahre oder länger. Der kg-Preis liegt bei 20–30 €, dafür brauchst du rund 15 % weniger Menge als Sand. Für Allergiker und bei Brunnenwasser mit Eisenanteil die bessere Wahl.
Filterbälle aus Polyethylen wiegen nur 700 g pro Kessel (statt 25 kg Sand) und lassen sich bei 60 °C in der Waschmaschine reinigen. Filterfeinheit: rund 10 Mikrometer laut Hersteller. Nachteil: Bei starker Verschmutzung klumpen die Bälle zusammen, die Rückspülung wirkt dann nicht mehr sauber. Für kleine Aufstellpools ok, bei Einbaupools ab 30 m³ bleibt Sand oder Glas die Referenz.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- +Filtert feiner als Kartuschenfilter (20–40 Mikrometer)
- +Filtersand hält 2–4 Jahre vor dem Wechsel
- +Rückspülfunktion reinigt den Filter automatisch
- +Geringere laufende Kosten als Kartuschenfilter
Nachteile
- –Braucht mehr Platz als ein Kartuschenfilter
- –Rückspülung verbraucht 200–400 Liter Wasser pro Vorgang
- –Schwerer: 15–40 kg Sand je nach Kesselgröße
- –Geräuschentwicklung der Pumpe (50–65 dB)
Weiterführend
Häufige Fragen
Wie oft muss ich den Sand in der Filteranlage wechseln?
Alle 2–3 Jahre bei Quarzsand. Filterglas hält 5–8 Jahre, Filterbälle 2–3 Saisons. Ein Anzeichen für fälligen Wechsel: das Wasser wird trotz Rückspülung nicht mehr richtig klar.
Sandfilter oder Kartuschenfilter – was ist besser?
Für Pools ab 15 m³ ist eine Sandfilteranlage besser: feinere Filterung, weniger Wartung und geringere laufende Kosten. Für kleine Aufstellpools bis 10 m³ reicht ein Kartuschenfilter.
Wie hoch muss der Druck bei der Sandfilteranlage sein?
Der Manometer zeigt im Normalbetrieb 0,3–0,8 bar. Steigt der Druck um 0,3–0,5 bar über den Startwert, ist eine Rückspülung fällig. Über 1,5 bar wird kritisch – dann ist das Filterbett verstopft oder ein Ventil klemmt.
Braucht man bei einer Sandfilteranlage noch Chlortabletten?
Ja. Die Sandfilteranlage filtert mechanisch Schmutzpartikel, entfernt aber keine Bakterien oder Algen. Chlor oder eine Alternative (Aktivsauerstoff, Salzelektrolyse) bleibt für die Desinfektion nötig.
Wie laut ist eine Sandfilteranlage?
Die Pumpe erzeugt 50–65 dB, etwa Zimmerlautstärke bis normales Gespräch. Auf einer Betonplatte aufgestellt vibriert sie stärker. Gummifüsse oder eine Dämpfungsmatte helfen.
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